Wichtige Informationen:
Polnische Investitionszone (PSI) ist ein Instrument, dank dem Unternehmen, die in Polen investieren, von der Ertragsteuerbefreiung (Körperschaftsteuer- oder Einkommensteuerbefreiung) und der Immobiliensteuerbefreiung profitieren können.
Damit ein Unternehmen die Befreiungen im Rahmen von PSI in Anspruch nehmen kann, muss die Investition quantitative und qualitative Kriterien erfüllen.
Die Höhe der Förderung, die den Investoren im Rahmen der polnischen Investitionszone gewährt wird, hängt vom Umfang der Investition und ihrer Qualität ab (d. h. von den Auswirkungen auf die Entwicklung der Woiwodschaft, in der sie sich befindet).
Bei der Aufnahme oder Erweiterung der Geschäftstätigkeit in Polen sollte man eine Reihe von Lösungen beachten, die entwickelt wurden, um das Wachstum der Unternehmen zu fördern. Eine davon ist die Polnische Investitionszone, ein landesweites Instrument für Unternehmer, die ihr Geschäft durch die Umsetzung eines neuen Investitionsvorhabens entwickeln wollen. In diesem Fall beruht die Förderung des Investors jedoch nicht auf der Zahlung einer Investitionszulage, sondern auf der Gewährung einer Ertragsteuerbefreiung (d.h. Befreiung von der Körperschaftsteuer bzw. Einkommensteuer) oder der Befreiung von der Immobiliensteuer. Wie viel Förderung können Unternehmer erwarten und wie sollten sie eine Investition planen, um den potenziellen Nutzen zu maximieren?
Förderung neuer Investitionen durch Steuerbefreiung
Um die Förderung im Rahmen von PSI zu erhalten, muss der Unternehmer, der eine neue Investition durchführen möchte, eine Förderzusage erhalten, die auf Grundlage seines Antrags samt dem Durchführungsplan erteilt wird.
Eine Förderzusage wird von dem zuständigen Minister für Wirtschaft erteilt, der über die örtlich zuständige Sonderwirtschaftszone (SWZ) handelt. Der Erteilung der Zusage geht ein Verfahren voraus, bei dem die SWZ die Dokumente zur geplanten Investition prüft.
Eine neue Investition können Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände sein, die mit der:
- Errichtung einer neuen Produktionsstätte,
- Erhöhung der Produktionskapazität der bestehenden Anlage,
- Diversifizierung der Produktion,
- grundlegenden Änderung des Produktionsprozesses,
zusammenhängen.
Daher kann eine neue Investition den Start eines völlig neuen Vorhabens sowie die Entwicklung einer bestehenden Investition bedeuten.
Die von der polnische Investitionszone bereitgestellte Förderung ist regional, und die Förderzulage wird auf eine bestimmte Dauer von 10 bis 15 Jahren erteilt. Die auf Steuerberatung spezialisierten Experten von RSM Poland weisen daher darauf hin, dass eine gut geplante Investition einen messbaren und langfristigen steuerlichen Vorteil für einen Unternehmer bringen kann.
Finden Sie heraus, wie wir Ihr Unternehmen unterstützen können
Was beeinflusst die Höhe der Förderung m Rahmen der Polnischen Investitionszone?
Die Höhe der Steuerentlastung im Rahmen der Förderung der Entwicklung neuer Investitionen wird von mehreren Schlüsselfaktoren beeinflusst, die sowohl die Investition selbst als auch die Unternehmenslage betreffen. Der zuständige Minister, der über die SWZ handelt und die Förderentscheidung trifft, berücksichtigt:
- förderfähige Ausgaben (quantitatives Kriterium)
- Investitionsstandort,
- Unternehmensgröße,
- Investitionszweck – qualitatives Kriterium.
Förderfähige Ausgaben (quantitatives Kriterium)
Förderfähige Ausgaben für eine neue Investition sind ein grundlegendes Element, das bei dem Treffen der Förderentscheidung im Rahmen von PSI beurteilt wird. Dazu gehören Investitionsausgaben und – in bestimmten Fällen – Arbeitskosten neuer Arbeitnehmer.
Ein Unternehmer, der eine Förderzusage beantragt, verpflichtet sich, eine bestimmte Investitionssumme anzulegen und das Vorhaben gemäß dem vorgestellten Plan umzusetzen. Um Förderung zu erhalten, muss das Vorhaben ein angemessenes Ausgabenniveau erreichen (das sog. quantitative Kriterium erfüllen), was einfach bedeutet, dass eine Mindestinvestitionssumme festgelegt wird, die im Rahmen der Nutzung von PSI angelegt werden muss.
Investitionsstandort
Der Standort der Investition hat aufgrund der regionalen Natur der Befreiung ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf die Höhe der Förderung. Je nach Region in Polen gibt es unterschiedliche Niveaus der maximalen staatlichen Beihilfen. In der Praxis bedeutet dies, dass die gleiche Investition je nach Umsetzungsort, d.h. dem Landkreis, in dem sie sich befindet, unterschiedliche Förderung erhalten kann.
Je nach dem Landkreis kann der Investor zwischen 15 % und 50 % der entstandenen Ausgaben zurückbekommen.
Unternehmensgröße
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist Unternehmensgröße. KMU können von einer höheren Fördersumme profitieren als Großunternehmen.
Um festzustellen, zu welcher Größenkategorie ein bestimmtes Unternehmen gehört, werden die Leitlinien der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission verwendet.
Investitionszweck – qualitatives Kriterium
Das letzte wichtige Element, das von den Behörden zur Festlegung der Förderungshöhe im Rahmen der Polnischen Investitionszone berücksichtigt wird, sind qualitative Kriterien für den Wert einer bestimmten Investition für die Wirtschaft.
In der Praxis bedeutet dies, dass die Investition zur tatsächlichen Entwicklung des Unternehmens beitragen muss, d.h. zur:
- Entwicklung in wirtschaftlich relevanten Bereichen,
- Schaffung neuer Arbeitsplätze für hochqualifizierte Arbeitskräfte,
- Zusammenarbeit mit Technologieclustern,
- sozialen Fürsorge für Arbeitnehmer.
Nicht nur die Höhe der Investitionsausgaben, sondern auch ihr Zweck und Art sind für die Gewährung der Förderung entscheidend. Um zu beurteilen, wie gut der Investor die qualitativen Kriterien für die Investition erfüllt, wird eine speziell festgelegte Punktzahl verwendet, die dem Förderantrag vergeben wird.
Ausführliche Richtlinien zu qualitativen Kriterien sind in der Verordnung des Ministerrats vom 27. Dezember 2022 über staatliche Beihilfen für bestimmte Unternehmer zur Umsetzung neuer Investitionen enthalten.
Steuerentlastung zur Förderung einer neuen Investition ist etwas, wofür man kämpfen sollte
Wie wir bewiesen haben, hängt die Höhe der im Rahmen von PSI verfügbaren Förderung nicht nur vom Umfang der Investition ab, sondern auch von ihrer Qualität und Auswirkung auf die Entwicklung der Woiwodschaft, in der sie sich befindet. Daher sollte jede Investition einzeln analysiert werden, um realistisch festzustellen, welches Steuerbefreiungsniveau in Anspruch genommen werden kann.
Wenn Sie planen, Ihr Unternehmen auszubauen, hilft Ihnen unser Steuerberatungsteam gerne dabei, die geplante Investition in Bezug auf maximale Förderungs- und Befreiungsmöglichkeiten zu analysieren. Sprechen Sie uns an!